Familiengottesdienst im Advent

Am 2. Advent fand der traditionelle Familiengottesdienst in unserer St. Stephani-Kirche statt. Rund 30 Besucher von alt bis jung trotzten dem Wintereinbruch und fanden durch Schneegestöber und kalten Wind hindurch den Weg zur Kirche.

Begrüßt wurden sie von der Jugendgruppe "Vitamin G" und deren Leiterteam, Katrin Sievers und Pastor Jürgen Holly. Die Jugendlichen wirkten mit einem Rollenspiel, mit Gebeten, entzündeten Kerzen, einer Bastelaktion und beim Kinderabendmahl aktiv am Gottesdienst mit. Sehr wirkungsvoll war das kleine Theaterstück: Der Weihnachtsmann wollte dem Wächter am Weg zur Krippe lauter ultimative Geschenk-Tipps schmackhaft machen – ganz unabhängig von Weihnachten. Lukas ("die Presse"), wollte gar den Wächter mit Geld bestechen, um möglichst viel für seine neueste Story herauszufinden. Am Ende begriff er aber doch das Weihnachtswunder und beschloss, darüber ein Evangelium zu schreiben. Eine Jugendliche versuchte, das Geschehene zu verstehen, was zunächst gar nicht so einfach war. Als sie erzählte, den Stern gesehen zu haben, wurde sie zur Krippe durchgelassen. Das Fazit des Krippenwächters: Der Stern ist Gott!

Zum Abendmahl erklangen adventliche Lieder, auf zwei Blockflöten gespielt von Gabriele Weidlich-Holly und Katrin Sievers. Die musikalische Gesamtleitung des Gottesdienstes hatte Katrin Sievers. Sie experimentierte anfangs mit der Gemeinde, indem sie das Kirchenschiff teilte und die Besucher aufforderte, sich gegenüberszustellen und das Lied "Macht hoch die Tür" zeilenweise im Wechsel zu singen. So enstand eine freundliche Atmosphäre, denn wir konnten unsere Gegenüber singend anlächeln und freuten uns über diese andere Art des Gemeindegesangs.

Der Kreativteil, wie Jürgen Holly ihn nannte, bestand aus einer Sternbastelaktion und der Möglichkeit, Wünsche auf Sterne zu schreiben und diese an einer "Glitzerstoffwand" zu befestigen. So konnte sich jeder nach seinen Möglichkeiten im Gottesdienst einbringen.

Wer nach dem Gottesdienst aufmerksam durch Meines Straßen nach Hause ging, konnte hier und da Posaunenchorgruppen erleben, die erstmalig am 2. statt am 3. Advent kurrendeblasend durch das Dorf zogen – bei dem immer noch anhaltenden nasskalten Wetter nicht nur ein Vergnügen. Aber auch heute wurden ihnen viele Türen geöffnet und die Freude über die schöne Musik war vielerorts zu spüren!